Ettlinger Bündnis
gegen Rassismus und Neonazis
Ohne Nazis und Rassisten leben,
in Ettlingen und anderswo!
17.3.2007
Veranstaltung:

25 Jahre unschuldig in der Todeszelle - Mumia Abu-Jamal

Diashow • Lesung • Besuchsbericht USA 2006 • Explosive neue Tatortfotos von 1981

mit dem Autor Michael Schiffmann

Donnerstag, 22. März 2007
1900 Uhr

Karlsruhe, Kussmaulbüro, Victoriastr. 12

Vor kurzem jährte sich eine gravierende Menschenrechtsverletzung im mächtigsten Land der Welt, den USA, zum 25. Mal:

Am 9. Dezember 1981 gab es in einem Rotlichtbezirk in Philadelphia, USA, einen Schusswechsel, bei dem ein Polizist starb. Der afro-amerikanische Journalist Mumia Abu-Jamal wurde schwer verletzt, verhaftet und des Polizistenmordes angeklagt.

Im Sommer 1982 wurde er von einer fast ausschließlich weißen Jury in einem Prozess, den Amnesty International als "mangelhaft" und "grotesk unfair" bezeichnet hat, zum Tode verurteilt.

Die Garantie eines fairen Prozesses für Menschen, die einer Straftat angeklagt sind, ist essentieller Bestandteil der Menschenrechte. Die Verweigerung eines fairen Verfahrens ist noch schlimmer, wenn der Angeklagte unschuldig ist:

In den letzten Jahren haben unabhängige Journalisten, Anwälte und Ermittler immer mehr Beweise dafür zusammengetragen, dass Abu-Jamal den Mord an Officer Faulkner nicht begangen hat.


Im Oktober 2006 erschien das neue Buch des Heidelberger Autors Dr. Michael Schiffmann "Wettlauf gegen den Tod", in dem neue dokumentarische Beweise vorgelegt werden, die zeigen, wie im Fall Abu-Jamal ein missliebiger schwarzer Journalist aufgrund gefälschter Beweise verurteilt wurde, obwohl das gesamte Beweismaterial schon damals nahe legte, dass er mit dem Mord, für den er zum Tod verurteil wurde, nichts zu tun hatte.


Im Frühjahr 2007 ist mit dem endgültigen Urteil eines Berufungsgerichts im Fall Abu-Jamal zu rechnen. Dann wird darüber entschieden werden, ob Abu-Jamal hingerichtet wird, den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen muss oder endlich einen neuen, fairen Prozess bekommt.

Mumia Abu-Jamal selbst sagt über das Vierteljahrhundert, dass er aufgrund einer gefälschten Mordanklage in der Todeszelle verbringen musste:

"Es waren 25 Jahre Hölle, 25 Jahre Unrecht, 25 Jahre erfundener Geständnisse, 25 Jahre Hass der Justiz gegen mich, 25 Jahre aufgrund des Urteils einer Jury, aus der Schwarze ausgeschlossen wurden, 25 Jahre Leben in einer Zelle von der Größe eines Badezimmers, 25 Jahre Hölle. Der Kampf geht natürlich weiter, aber es war und ist dennoch die Hölle."


Flyer herunterladen:

Flyer mumia.pdf

(PDF-Datei 362 KB)

Am Donnerstag, den 22. März 2007 um 19.00 Uhr im Kussmaulbüro
versucht Michael Schiffmann diese Fragen zu beantworten.


Veranstalter:
NGG KA, VVN-Bund der Antifaschisten KA, Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis


© Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis